Über uns – Die Geschichte unseres Hauses…

Sie sind gelandet in unserem traditionellen Gasthof, dessen Ursprung in das Jahr 1909 zurückreicht. Damals gründete Alois Schmalzl eine Flaschenbier- und Kolonialwarenhandlung. Im Jahre 1950 bereitete dessen Sohn Rudolf Schmalzl den Weg zur Gastlichkeit. Seit 1984 führt Gerhard Schmalzl in der 3. Generation mit seinem Schmalzlhof-Team das Haus.

Pleckental das Tal der hundert Seelen

Das Jahr um 1800 – ein unfruchtbares Land. In all den Tälern und auf den Hügeln wiegten sich seit Jahrhunderten die Tannen- und Fichtenwipfel im Winde. Kaum ein anderer Laut, als das Brechen von Zweigen war zu hören. Oder der leise Tritt – einst von Bär und Luchs – jetzt von Fuchs und Reh, oder das Gehüpfe von Hasen und Eichkätzchen.
November 1802 erschien ein sonderbarer Mann der sich General Landdirektionsrat Josef von Hazzi nannte und das kurfürstliche Mautholz (Pleckental) auf Meistgebot verkaufte.

Auswurf für das Tagewerk zwanzig Gulden. Dies rief eine Volksbewegung hervor. Arme Tagelöhner ersteigerten sich Grund und Boden für etliche Gulden. Sie ließen sich sofort nieder. Rodeten, kultivierten und bauten. Es entstanden meist Holz- und Lehmhäuser. Auch der kapitalkräftige Brauer Wieninger erstand 29 Tagwerke. So jener Schweikl-Bauernsohn Nikolaus Knollmüller hat jungen Leuten kleine wertlose Grundstücke abgegeben. Auf 20 Tagwerk wurden erbaut 57 elende Hütten mit 57 Familien und 658 Köpfen.
Auch der Brauer Achauer aus Pleinting erwarb „ödes“ Land. Es entstanden Öden und Ortschaften. Vom Rande grüßt die Zaglau, ringsum die einzelnen Öden… Südlich Straßeröd, Sulzbachöd, Fischeröd. Gegen Osten Bacheröd, gegen Norden Achaueröd, Wieningeröd, Hundsöd, Hölzlöd, Mühldorferöd. Gegen Westen aber geht’s ins Thannet über den reichen verbliebenen Forst.

Im Gegensatz zu den umliegenden Einödbauern, die genügend mit Dienstboten und Tagelöhnern versehen waren, mußten sich die „Häusler“ in Pleckental ihr Brot in Steinbrüchen erwerben. Andere gingen Hausieren mit Bändern, Litzen, Hosenträgem, Seifen usw. Es gab auch Sagschleifer, Scherenschleifer, Lumpensammler, Vogelfänger, Hundshandler, Korbflechter, Schwingenflicker oder
Schirmflicker. Alles diente zur Nahrung. Bald kamen auch die Stoffhändler, die von aufstrebenden Kaufleuten versorgt wurden. Darunter gab es auch Dauertrinker, Rowdies, die sich von Diebstahl und Landstreicherei fort brachten. Einer der gefürchtesten war der Schuster-Nazi genannt „Nazi-Rot“.

Es ging eine Zeit ziemlich arg, die Menschen lebten nach eigenen Gesetzen und nach Befehlen der eigenen Behörden. Darum kam um 1830 unweit des Tales eine Gendarmeriestation. Dezember 1835 wurde von der Regierung die erste Schule eröffnet (wegen der Sittlichkeit). Pleckental beherbergte ein Freiheitliches Volk, man tat was man wollte und was man nicht wollte, das tat man auch nicht.

Ein schmaler, halbstündiger Weg führte bislang auf der Höhe zur Stadt an einem heruntergekommenen Gut vorbei. Hierher sollte nun ein Kloster gebaut werden. Eine Erregung durchlief die Gegend und das ganze Tal. Darüber war man nicht gerade erfreut. Vor allem regte der Gedanke eines Klosters auf. Es war schon die Pfarrgründung den verschiedensten Bedenken begegnet. Befürchtungen und Ahnungen erschienen. Klosterleute so nahe als etwas geradezu Gefährliches. Zu leicht sollten es die Mönche nicht haben. Doch ein Teil verstummte bald. Es gab neue Arbeit und Essen. Viele gingen nun den Weg als Hilfsarbeiter, Handlanger. Später als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter. Auch für Frauen war Arbeit vorhanden.
Doch viele waren dankbar, gerade in Notjahren um eine warme Klostersuppe und ein Stück Brot. Das Kloster gewann an Sympathie, es war nicht mehr wegzudenken, als Hilfe und im Landschaftsbild. So lief das Leben in gutem Einklang. Bis zu jenen Augusttagen 1914, wo der große Krieg begann.
Davon wurde alles, auch das Tal arg mitgenommen. Der Krieg nahm den Menschen die Seele und wo diese nicht war, den letzten Halt. Das Tal erfuhr je länger der Krieg dauerte eine Veränderung . Es waren Familienväter, die schwer vermißt wurden und die Todesnachrichten verlorener Söhne waren unheilbare Wunden.